Gestrichenes oder ungestrichenes Papier – was ist der Unterschied?
Kennt ihr das? Man druckt dasselbe Design auf zwei verschiedene Papiere und plötzlich stimmen Farben und Wirkung nicht mehr überein. Der Grund: Gestrichenes und ungestrichenes Papier verhalten sich beim Druck ganz unterschiedlich.
Coated (gestrichenes Papier)
Dieses Papier hat eine glatte, geschlossene Oberfläche. Die Farbe bleibt stärker an der Oberfläche, wodurch Drucke brillanter, kontrastreicher und schärfer wirken. Ideal für hochwertige Magazine, Broschüren oder Verpackungen, wo Details und Farbintensität wichtig sind. Es fühlt sich meist etwas kühler und glatter an. Kann aber auch je nach Ausführung elegant oder billig wirken.
Uncoated (ungestrichenes Papier)
Hier ist die Oberfläche offenporig & rau – das Papier nimmt mehr Farbe auf. Dadurch wirken Drucke matter, weicher und natürlicher. Das Material hat oft eine angenehme, warme Haptik – perfekt für nachhaltige Marken, Bücher oder Projekte, die Authentizität ausstrahlen sollen.
Aber aufgepasst
Je nach Papiersorte verändert sich auch das Druckergebnis. Farben auf ungestrichenem Papier erscheinen oft etwas heller oder stumpfer. Damit alles trotzdem harmoniert, braucht es unterschiedliche Farbprofile und manchmal sogar leicht angepasste Druckdaten.
💡 Unsere Tricks für die richtige Papierwahl & den perfekten Druck
1. Nimm die Papierwahl früh in den Designprozess mit.
Papier ist Teil des Designs. Je nach Oberfläche verändern sich Farben, Kontraste und sogar die Wahrnehmung deiner Marke. Entscheide also nicht erst am Ende des Projekts, auf welchem Papier gedruckt wird – dann kannst du Farben gezielter anpassen und Überraschungen vermeiden.
2. Farbprofile anpassen – coated ≠ uncoated.
Für unterschiedliche Papierarten brauchst du unterschiedliche Farbprofile (z.B. Farbprofil PSO Coated). Nur so kommen die Farben so raus, wie du’s geplant hast.
💬 Frag deinen Drucker (Mensch, nicht Maschine 😋) des Vertrauens – sie sind die Papierprofis und wissen genau, wie man das passende ICC-Profil einstellt.
3. Probedrucke lohnen sich immer.
Vor allem, bevor du eine grössere Menge druckst. Wir wissen, Zeit ist knapp – aber ein Andruck spart dir später viel Ärger. So siehst du, wie Farben, Haptik und Glanz tatsächlich wirken, und kannst noch feinjustieren, bevor’s ernst wird. Dein Auge (und das deiner Kundin) wird’s dir danken. 👀
4. Papier anfassen – nicht nur anschauen. 🙌
Ja, wirklich anfassen! Nichts ersetzt das Gefühl von Papier in der Hand. Hol dir Musterbücher oder lass dir von der Druckerei Proben schicken. Oft entscheidet das Gefühl zwischen «okay» und «wow». 🤓
Fühlst du dich von Papierwahl und Druckeinstellungen überfordert? Keine Sorge – als erfahrenes Grafikbüro wissen wir, wie man diese Themen richtig umsetzt. Schreib uns, wir helfen dir gern weiter!
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